Länge 12km, +4km bei Start/Ziel an Neumannmühle, +9km ab Schmilka
Dauer 5h
Anspruch Extrem, 440 Hm, Zum Höhenprofil
Sehenswertes Goldstein, Bärfangwände, Winterstein, Richterschlüchte
Aussichten Goldstein, Bärfangwände, Winterberg
Einkehrmöglichkeit Winterberg, Zeughaus
Anfahrt S-Bahn bis Schmilka und Aufstieg zum Winterberg (1h) oder S-Bahn bis Bad Schandau und Bus bis Neumannmühle, Auto bis Neumannmühle

Interessante Wanderwege im Wegenetz des Nationalparks sind die so genannten Bergpfade, wenig ausgebaute Wege, welche mit einem grünen Dreieck auf weißem Grund gekennzeichnet und eher etwas für versierte Wanderer sind. Dieser Wandervorschlag folgt teilweise solchen Wegen durch den Großen und Kleinen Zschand.

Nachdem der Winterberg im Oktober 2016 den Hotelbetrieb einstellte, ist dieser als Ausgangspunkt nicht mehr sinvoll. Nutzen sie daher den Zugang vom Parkplatz Neumannmühle im Kirnitzschtal. Über die Zschandstraße erreichen sie nach 2 km das Zeughaus, von wo aus sie wie beschrieben der Schilderung folgen. Da der Winterberg voraussichtlich zukünftig nur zwischen Ostern und Oktober einen Imbiss anbieten wird, könnten sie auf diesen Umweg verzichten und am Ende der Richterschlüchte geradeaus über den Fremdenweg direkt zum Roßsteig wechseln. Die Gesamtlänge der Wanderung bleibt damit gleich. Wie werden diese Beschreibung demnächst entsprechend korrigieren.

Die Wandervorschlag basiert auf einem Wanderheft des Winterberghotels, daher beginnt auch die Beschreibung an dieser Stelle.

Wer nicht zufällig dort oben Quartier bezogen hat, muss entweder die Strapazen des etwa einstündigen Anstiegs von Schmilka aus zum Start auf sich nehmen oder er startet an der Neumannmühle im Kirnitzschtal, von wo aus in 20 Minuten fast ebenem Zustieg die Zeughausstraße erreicht wird. Gerade aus geht es zum Zeughaus..

Startend am Großen Winterberg folgen sie dem Wanderweg (blauer Strich) in nördliche Richtung bergab. Nach wenigen Minuten ist der Roßsteig, mit grünem Punkt versehen, erreicht, auf den es nach rechts bis zur einer markanten Felsformation - dem Katzstein - geht.

Der Wanderweg zum Zeughaus ist nun wiederum mit einem blauen Strich markiert. Als aufmerksamer Wanderer wird ihnen bald linkerhand das Wegzeichen eines Bergpfades (grünes Dreieck auf weißem Grund) nicht entgehen, dieser Gehackte Weg führt zwar auch in die gewünschte Richtung, aber wir empfehlen den zweiten Einstieg, der nach ca. 700m entlang des Roßsteigs folgt. Haben sie diesen (zweiten Pfad) erreicht, dann sollten sie zumindest bei guten Sichtverhältnissen noch die 500m bis zur Goldsteinaussicht, einem der wenigen lohnenden Aussichtspunkte im Großen Zschand, in Kauf nehmen und nachfolgend hier her zurück kehren.

Zurück am Gehackten Weg halten sie sich am ersten Abzweig, knapp 300m nach Verlassen des Roßsteigs ist dieser erreicht, gleich nach rechts. Der schmale Pfad schlängelt sich ohne wesentliche Höhendifferenz um etliche kleinere Felswände dahin. Einblicke in den Kessel des Kleinen Zschands sind aufgrund der Bewaldung leider rar. Allein aus diesem Grund sollten sie sich die Aussichten an den Bärfangwänden nicht entgehen lassen. Hierzu müssen sie unmittelbar bevor der Bergpfad ins Tal führt, den deutlichen Trittspuren, ebenfalls mit Bergpfadmarkierung versehen, nach links folgen. Nach einer kleinen hölzernen Brücke sind es nur etwa 200m bis zu einem Felssporn,, von dem sich freie Sicht auf das Hintere Raubschloss und die Bärfangwände eröffnet. Etwas weiter, oberhalb der Bärfangwarte, ist dann für den Wanderer Endstation.

Zurück am Abstieg folgen sie diesem bis zu den Raubsteinschlüchten. Als Bonus bietet sich hier ein Abstecher zum Winterstein an. Die Wanderung führt nun über die Zeughausstraße zur gleichnamigen Einkehrmöglichkeit.

Weiter geht es für etwa 1,5 km durch das Tal des Großen Zschands, bis rechts der Weg durch die Richterschlüchte (grüner Punkt) ausgewiesen ist. Im oberen Teil dieser Schlüchte befindet sich die Richtergrotte und etwas oberhalb dieser das Krinitzgrab, an dessen Stelle 1908 der ermordete Student Krinitz aufgefunden wurde. Damit ist der Anstieg fast komplett. Über den Fremdenweg (blauer Strich) lauert nur zum Abschluss noch eine steilere Passage auf dem Rückweg zum Berghotel Großer Winterberg.

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