Allein 400km beschilderte Wanderwege weist die Nationalparkzone der Sächsischen Schweiz aus. Mit Hinzunahme der Landschaftsschutzzone verdreifacht sich das Angebot und der böhmische Teil wartet mit ähnlich umfangreichem Potenzial auf.

Wo also hin?

Da sind zunächst die Touristenhochburgen. Die Bastei samt Kurort Rathen, Amselsee und Schwedenlöcher. Das Pedant im böhmischen Teil stellt wohl das Prebischtor dar, wohin sich die Schar der Pilgerer wendet. Derartige Ausflüge beschreibt jeder Reiseführer- wir nicht.

Der Ortskundige wird den Einwand erheben, dass es am Gratweg der Schrammsteine, am Zustieg zur Barbarine des Pfaffensteins oder an der grandiosen Aussicht am Carolafelsen kaum ruhiger zugeht. Womit der Kritiker nicht falsch liegt. Wir integrieren diese Ziele dennoch in unsere Vorschläge, da sie zum Einen jeden Besuch wert sind und zum Anderen die gesamte Wanderung stets ausreichend Passagen beinhaltet, um sich vom Trubel an den Touristenmagneten zu regenerieren. Und man muss ja nicht bei Kaiserwetter an einem Herbstwochenende just jener Empfehlung folgen. Wir haben auch Tipps für Strecken, die weit abseits vom Mainstream liegen und Einsamkeit garantieren (es sei denn, unsere Wanderungen werden so bekannt...).

Die Streckenführung der meisten Wanderungen weicht dann doch von unseren eigenen Unternehmungen ab. Der GPS-Track in den Karten ist per Hand modifiziert, da wir Abstecher (zum Fotografieren usw.) entfernten oder bessere Wegevarianten nachträglich in eine bestehende Aufzeichnung übernommen haben. Dennoch können sie davon ausgehen, dass die Wanderungen (in Varianten) teils mehrfach von uns unternommen wurden und wir diese für überaus interessant halten.

Neue Wanderungen werden zukünftig das Angebot erweitern.

Wir wünschen ihnen viel Freude beim Durchstreifen des Gebirges!

Da unsere Beschreibungen auch zahlreiche historische Informationen beinhalten, darf die Angabe der verwendeten Quellen natürlich nicht fehlen. Neben Hörenssagen und Texten von Informationstafeln an Wanderwegen sind dies:

  • Wikipedia
  • Alfred Meiche: Ein Mühlenbuch – Von Mühlen und Müllern im Arbeitsgebiet des Gebirgsvereins für die Sächsische Schweiz. Dresden 1927.
  • Alfred Meiche: Die Burgen und vorgeschichtlichen Wohnstätten der Sächsischen Schweiz. Dresden 1907
  • Werte unserer Heimat, Band 1: Gebiet Königstein, Sächsische Schweiz. 1957.
  • Werte unserer Heimat, Band 2: Zwischen Sebnitz, Hinterhermsdorf und den Zschirnsteinen. 1959.
  • Werte unserer Heimat, Band 3: Im Süden der Barbarine. 1960.

Falls sie gesteigertes Interesse an der Rechtslage haben, dann werden sie im Dokument zur Wegekonzeption fündig.

Die Quintessenz ist, dass aus Sicht des Bergsteigers und Wanderers der Nationalpark eine Reihe von Einschränkungen mit sich gebracht hat. Das sind Flächenruhigstellungen (vor allem im Zschand), womit auch einige Klettergipfel nicht mehr aufgesucht werden können, sowie Wegesperrungen. Ist der Wegfall des Aufstiegs durch die Nasse Tilke in den Schrammsteinen noch zu verschmerzen, handelt es sich beim Grenzweg im Zschand um einen schmerzlichen Verlust. Traditionelle Pfade wie der Gratweg durch die Thorwälder Wände wurden leider schon vorher gestrichen und "brandneu" ist der gesperrte Zugang zur Südaussicht der Schrammsteinaussicht (ob diese nur temporärer Natur ist, ist unklar).

Im gesamten Nationalpark besteht ein so genanntes Wegegebot, d.h. der Wanderer ist angehalten, nur existierende Wege zu benutzen. In der Kernzone selbst sind dies einzig die ausgeschilderten Wege. Neben den auch aus anderen Regionen bekannten Markierungen treffen sie in der Sächsischen Schweiz immer wieder auf drei weitere Zeichen:

Bergsteig Es handelt sich um einen Bergpfad, der ein hohes Maß an Trittsicherheit und manchmal auch Höhentauglichkeit voraussetzt. Sind sie unsicher, nahe an Abgründen zu balancieren? Dann meiden sie solche Wege!
Kletterzustieg Es handelt sich um einen Zustieg zu Klettergipfeln. I.d.R. handelt es sich um Sackgassen, leichte Kletterstellen können enthalten sein. In dem Sinne ist die Benutzung zum Zwecke des Wanderns nicht zu empfehlen.
Kletterzustieg Es handelt sich um gesperrte Flächen.

Der Text enthält "Information am Rande" wie Hinweise zur Anreise, detaillierte Beschreibungen zu einem Wanderziel oder auch Wegevarianten.

Hinter dem Symbol ist die Distanz der Wanderung angegeben. Diese berücksichtigt keine Streckenvarianten, auch wenn diese im Text erwähnt sind.
Die geschätzte Dauer der Wanderung. Insbesondere bei anspruchsvollen, weil weiten und mit etlichen Anstiegen gespickten Wanderungen hängt diese jedoch stark von der Kondition des Wanderers ab, daher verwenden wir manchmal Zeitspannen. Unberücksichtigt sind Zeiten für Pausen.

Um die Anreise zum Start kommen wohl die Wenigsten herum und das Gros der Wanderer wird wohl aus Richtung Dresden ins Gebirge strömen. Daher geben wir zu den Wanderungen Hinweise zu den Anreisemöglichkeiten.

Das Bahnsymbol steht allgemein für den öffentlichen Personennahverkehr. Aus Dresden wird dies zunächst die S-Bahn betreffen, falls eine Weiterfahrt mit Bus erforderlich wird, ist dies im Text beschrieben. Eine Elbquerung mit der Fähre wird nicht extra erwähnt.

Die indiviudelle Anreise im Pkw ist stets möglich, vor allem an "verlängerten" Wochenenden jedoch kaum zu empfehlen und bei Wanderungen, wo Start und Ziel an weit entfernten Orten liegen, kaum praktikabel. 

Im Umkehrschluss beschreiben wir Wanderungen, wo die Anreise mit dem Nahverkehr eine erhöhte Toleranz an die Geduld erfordert, dort empfehlen wir einzig den Pkw.

Sind beide Anreisevarianten gleichwertig, steht die Bahn zuvorderst, denn mit dem Nahverkehr mundet auch das zweite Bier:).

Ökologisch opportun ist die Anfahrt per Pedes. Der Elberadweg ist dafür ideal. Je nach Distanz wird die Wanderung allerdings zur sportlichen Bewährungsprobe...




Die Verwendung eines der Symbole ist natürlich stark subjektiv geprägt. Prinzipiell soll hiermit der Anspruch der Wanderung kategorisiert werden, wobei in erster Linie das Höhenprofil und die Qualität der Wege (steile Stiegen sind anspruchsvoller als breite Trassen) ausschlaggebend sind und weniger die Distanz selbst.

Die symbolisierte Berglinie ohne Füllung steht für eine leichte Wanderung, in der nur geringe Höhenunterschiede zu überwinden sind und deren Wegezustand überdurchschnittlich gut ist.

Nach Höhe des Füllstands unterscheiden wir normaleanspruchsvolle und extreme Wanderungen.

Eine normal Wanderung beinhaltet relevante Steigungen oder auch mal eine kurze Passage, die den Zustand der Flaniermeile vermissen lässt.

Anspruchsvoll ist dann schon nicht mehr jedermanns Sache. Denn hier geht es richtig zur Sache. Ein zackiges Höhenprofil, weite Wege und mitunter nur wenige Möglichkeiten zur Einkehr, sodass die Verpflegung im Rucksack auf den Schultern lastet.

Die extreme Bewertung bleibt Strecken vorbehalten, die entweder große Wegstrecke mit reichlich Anstiegen vereinen oder solche, die auch an die Trittsicherheit und Höhentauglichkeit erhöhte Anforderungen stellen. Einige Stiegen sollten ängstliche Naturen meiden oder zumindest auf eine Klettersteigausrüstung zurückgreifen und auch manche Bergpfade, die nah an tiefen Abgründen verlaufen, sind nichts für zartbesaitete Gemüter.

Die diesem Symbol folgende Ziffer nennt die Anzahl Einkehrmöglichkeiten, die ohne nennenswerten Umweg an der Strecke liegen. Einkehrmöglichkeiten an Start und Ziel sind eventuell im Text erwähnt, nicht aber hier. Ebenso verhält es sich mit Restaurants, deren Status nach unserer Kenntnis unsicher ist - wo wir also nicht wissen, ob diese zuverlässig geöffnet haben. Ist uns zu einer Einkehr eine Webseite bekannt, haben wir diese in der Beschreibung verlinkt - damit können sie sich selbst über die aktuellen Zeiten informieren.

Vor allem im sächsischen Teil des Gebirges halten es etliche Gastwirte nicht für erforderlich, außerhalb der Saison - also vor allem in den Wintermonaten - ihre Häuser zu öffnen. Ganz schlecht sieht es dann wochentags aus. In Böhmen ist die Lage glücklicherweise erfreulicher...

Auf folgender Karte finden sie alle Wanderungen, so dass sie gezielt nach einer Tour suchen können.

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